Keine Benachteiligung von Berufsschülern – die Schüler Union Saar spricht sich sowohl für eine Streichung der nicht behandelten Inhalte für anstehende Prüfungen als auch für eine Streichung der Benotung in der aktuellen Blockphase an saarländischen Berufsschulen aus.

Gerade die ca. 30.000 Berufsschüler im Saarland befinden sich in einer für sie zukunftweisenden Phase ihres beruflichen Lebens. Das Fundament einer erfolgreichen Berufsausbildung bilden sowohl der praktische Teil im Betrieb als auch die theoretische Ausbildung in einer der saarländischen Berufsschulstandorten. Aufgrund der Tatsache, dass in der momentanen Ausnahmesituation auch eine Schließung der beruflichen Schulen unabdingbar ist, entstehen auch hier Benachteiligungen für die saarländischen Berufsschüler. Dies kann auch der stellvertretende Bundesvorsitzende der Schüler Union und Berufsschüler, Sven Fontaine, berichten:

“Für Schülerinnen und Schülern soll kein Nachteil durch die Corona-Krise entstehen! Auch Berufsschüler, die Ihren Unterricht in Blöcken absolvieren, brauchen Klarheit. Zurzeit fallen massenweise Blöcke aus, die nicht nachgeholt werden können. Wir fordern dementsprechend die Streichung der Inhalte der ausgefallenen Blockphasen in Zwischen- und Abschlussprüfung.”

Neben dem schulischen und theoretischen Faktor, darf aber auch der praktische und betriebliche Teil der Berufsausbildung nicht vernachlässigt werden. Erfahrungsgemäß setzt es die Berufsschüler unter enormen Druck, nicht zu wissen, ob ihr Ausbildungsbetrieb weiterhin eine Anstellung aufgrund von Covid-19 sicherstellen kann.

Einheitliche, flächendeckende und zukunftsorientierte Lösungen sind jetzt gefragt! Die Schüler Union Saar sieht es aber nicht als Lösung an, Berufsschüler im Eigenstudium während einer fundamental wichtigen Zeit ihres Berufslebens allein zu lassen.
Daher fordert die Schüler Union Saar:

• Es darf keine Benotung der aktuellen Blockphase an saarländischen Berufsschulen statt-finden.
• Die Streichung aller Inhalte, die während der Corona-Krise nicht behandelt werden können, allerdings trotzdem prüfungsrelevant sind, muss beschlossen werden.
• Wir fordern einheitliche Anordnungen durch die Landesregierung. Es dürfen keine individuellen
Kompromisslösungen getroffen werden.
• In gleichem Zuge ist es unerlässlich, den ausgefallen Block dennoch allen Berufsschülern
anzurechnen, allerdings das Zeugnis nicht formal mit einer Note zu versehen, um
somit entstehenden Nachteilen Abhilfe zu schaffen.

„Ein Kompromiss ist hier keine Lösung. Eine Verlängerung der Ausbildung stellt einen finanziellen Faktor für Auszubildende dar, der nicht zu tragen ist. Wir wollen schnellstmöglich klare Antworten der Kammern und der Landesregierung.“, so Sven Fontaine.
Die momentan schwierige Lage darf keine negativen Konsequenzen für unsere saarländischen
Berufsschüler nach sich ziehen!

Pressemitteilung vom 28.4.2020